Interlaken_1

Am Sonntag, 25. Juli 2010 morgens um 8.30 Uhr ging es los. Mit Stefan und meinen 2 Jungs (14 und 17 Jahre) fuhren wir mit dem Auto Richtung Interlaken. Gemütlich und fast ohne grossen Verkehr kamen wir nach 1 Std. und 45 Minuten in Interlaken an. Ein paar Tage vorher habe ich über Hostelworld.com noch ein 4er Zimmer im Hotel Hirschen, Interlaken gefunden und gebucht für CHF 40.- pro Person inkl. Frühstück. Wir haben unsere Ankunftszeit auf ca. 10 Uhr angemeldet. Freundlich wurden wir dort empfangen und bekamen den Schlüssel fürs Zimmer.

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Es war ca. 15 m2 gross, mit einem grossen 3 türigen Schrank, 2 Kajütenbetten, einer kleinen Kommode und ein Mini TV. Die WC’s und eine Dusche waren auf dem Gang. Nach diesen kurzen Eindrücken stiegen wir wieder ins Auto und fuhren weiter nach Grindelwald.  Bei der Ref. Kirche haben einen Parkplatz gefunden (5.- CHF für 7 Std.) und liefen zur der Grindelwald-First Talstation. Wir kauften 4 Tickets für Grindelwald-First-Flyer („Zip Rider“). Das kostete uns CHF 194.- (eigentlich CHF 175.-, aber ältere Sohn hatte das Halbtax im Auto vergessen. Aber gemäss der netten Frau am Schalter können wir mit CHF 5.- Verlust, dass zuviel bezahlte Ticket beim einen Bahnschalter wieder zurück erstatten lassen). Wir stiegen in eine Gondel ein und fuhren Richtung First. Nach ca. 15 Minuten waren wir auf einer Höhe von 2100 m. Kurz vor der Ankunft sahen wir 3 Personen mit dem First-Flyer runter gleiten. Da wurde mir schon ein wenig mulmig. Natürlich wurde ich von meinen 3 Mannen ausgelacht (wie immer). Oben angekommen liefen wir zu dem Startpunkt des Flyers. Dort füllten wir noch ein Blatt mit unseren Personalien und unserem Gewicht aus. Nach 10 Minuten konnten wir uns in die „Sitze“ setzen, die Beine ausgestreckt an die Wand stellen und dann wurden wir einzeln mit diversen Haken gesichert. Als alle fertig waren, ging es los. 1, 2 und 3 und die Tür sprang auf. Wir gleiteten ca. 750 m in die Tiefe. Nach 45 Sek. war es schon wieder vorbei. Viel zu kurz fanden wir alle, aber es war ein tolles Erlebnis. Da es vom Wetter her nicht so schön war und doch recht frisch fuhren wir mit der Gondel wieder eine Station tiefer. Auf der Höhe von Bort stiegen wir aus und picknickten im Gras mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Welch ein Anblick! Unbezahlbar kann ich da nur schreiben. Übrigens kannst du ab der Station Bort  ein Trottibike mieten und mit diesen wieder bis nach Grindelwald hinunter fahren.

Interlaken_2

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Interlaken_3

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Interlaken_4

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Wir spazierten wieder zur Gondel und fuhren zurück zu nach Grindelwald. Nach einem kleinen Rundgang durchs Dorf fuhren wir zum Richtung Hotel Wetterhorn zum „Oberer  Gletscher“. Wir parkierten unser Auto auf dem grossen Parkplatz und liefen ca. 15 Minuten zum Eingang des Gletschers.  Vor uns ragte ein grosser hoher Fels und eine abenteuerliche anmutende Holztreppe.  Nachdem wir je CHF 6.-/ 3.- für den Eintritt bezahlt haben, machten wir uns auf den Weg in die Höhe. Stufe um Stufe ging es hinauf. Am Anfang ging es noch sehr leicht. Doch mit der Zeit gingen die vielen Treppen in die Waden. Teilweise sind ist es auch sehr eng. Nach 890 Stufen hatten wir die Anhöhe erreicht. Buah…war das heavy. Oben wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt. Nach einer kurzen Pause liefen wir zur im Jahr 2007 erbauten Hängebrücke. Die gab uns einen Einblick in ca. 60 Meter  tiefen Schlucht die mit viel Wasser ins Tal stürzte. Leider siehst du gar nichts mehr von einem Gletscher, der hat sich ganz weit zurückgezogen. Bei der „Gletscherbar“ hängen noch ein paar Bilder von den „alten Zeiten“, wo das Eis weiter ganz  unten vorhanden war.

Interlaken_5

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Interlaken_6

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Nach dem wir nun alles gesehen und natürlich auch in unseren Kameras festgehalten haben, ging es wieder runter. Unten angekommen, mit nun schlotternden Knien, gönnten wir uns noch beim Souvenirshop ein Glace. Nachher fuhren wir wieder nach Interlaken zurück. Die viele Steppen rauf und runter haben uns hungrig gemacht. Wir liefen noch kurz auf der Promenade beim Park. Was uns dort extrem aufgefallen ist, waren die vielen verschleierten Frauen mit ihren Männer und Kindern. Wir hatten den Eindruck das es viel mehr Muslime in dieser Gegend waren als Japaner, Chinesen. Auch in Grindelwald sahen wir das gleiche Bild.

In einer Seitenstrasse haben wir das italienische Restaurant Mercato im Hotel Oberland gefunden. Das Essen war super und hat uns allen geschmeckt, sehr zu empfehlen.

Voll gegessen und müde fuhren wir in unser Hotel, um im Zimmer noch ein wenig TV schauen. Leider war dieser so eingestellt, dass er nur „flüsterte“. So beschlossen wir Feierabend zu machen. Doch leider haben wir nicht mit unseren lauten TV vom„Nachbaren“. Die konnten die Lautstärke problemlos einstellen. Wir konnten dafür auch noch jedes gesprochenes Wort von ihnen hören, so dünn waren die Wändchen. Aber so gegen Mitternacht war dann endlich Ruhe und wir bekamen unseren verdienten Schlaf.

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