Helene Umiker und Manuela Imboden

Am 10. März 2011 fand in der Trafohalle in Baden die 6. KMU-Fachtagung statt. Das Hauptthema war Kommunikation zum Erfolg. Gemeinsam mit Manuela Imboden (Elektro Imboden, Mellingen) besuchte ich diese Veranstaltung.

Nach einem Apéro und den der Einführung von Joseph Sutter (Rektor Weiterbildung Wirtschaftschule KV Baden-Zurzach) und Thomas Lütolf (Leiter Standortmarketing Stadt Baden) startete Frank Bodin (Chairman und CEO der Euro RSCG Gruppe) mit seinem Vortrag den

10. Erfolgsfaktoren, wie KMU mit Kommunikation wahrscheinlich gewinnen.  Beim ersten Punkt, Sich selbst sein zeigte er uns ein paar unterhaltsame Bilder von seinem Leben. Mit Just do it folgte dann der zweite Punkt. Unter Beobachten lag der Fokus auf das, was wir beobachten sollen. Die Welt, die Kommunikation, die Menschen und deren Verhalten verändern sich. Mit einer Innovativen Strategie und dem Spruch, Erst denken, dann kreieren, legen wir das Fundament für unseren Erfolg. Auch die Frische Idee darf nicht fehlen. So wird die Werbung von Morgen ein Teil der Unterhaltungsindustrie werden. Das heisst der Konsument bestimmt mit.

Helene Umiker und Manuela Imboden

Helene Umiker und Manuela Imboden

Frische Media-Ideen werden die Zukunft bestimmen. Das haben sie auch schon vorher. Dort zeigte Frank Bodin, dass es in der Zukunft wahrscheinlich keine Zeitungen geben wird und auch die CD’s verschwunden sein werden. Es wird auch immer wieder neue Trends geben. Alles ändert und bewegt sich. Wichtig für die Unternehmen ist es, offen für die neuen Medien zu sein und für sich selber das „Richtige“ heraus zu nehmen. Nicht für alle ist alles das Beste. Unter Crossmediale Leitidee zeigte er uns die Folie von der „LOVE LIFE STOP AIDS“ Kampagne, die von seiner Firma stammt. Neben den TV Spots, die wir alle schon gesehen haben, wurden auch Inserate, Events, Apps, Online Informationen für diese Kampagne lanciert. Durch die vielen Möglichkeiten für die Kommunikation ist es daher sehr wichtig, dass alles aufeinander abgestimmt wird. Der achte Punkt war Qualitative Kriterien. Das heisst, Werbung soll nicht belästigen sondern für Marktbotschaften definiert werden. Die Punkte neun und 10 waren Profis Vertrauen und Faire Honorierung. Das eben gute Ideen und Strategien ihren Preis hat und für das gute Profis im Markt existieren. Es liegt an jedem, den RICHTIGEN für sich und sein Produkt zu finden. Der Vortrag kam bei allen im Saal sehr gut an. Die Art, wie Frank Bodin seine Punkte erzählte war sehr lebendig und unterhaltsam.

Der nächste Redner war Jörg Eugster, Netbusiness Cousulting, Autor der Fachpublikation „Wie fischt man Kunden aus dem Internet“. Mit dem Titel Die 5 Erfolgsstrategien im Online-Marketing startete Jörg Eugster mit einem You Toube Video von „Will it blend?“ wo ein älterer Herr ein neues iPad in seinem Mixer verkleinert. Dieser Clip wurde bereits über 10 Mio. angesehen. Das zeigt uns, es kann auch mit einem Budget von weniger als 3000 CHF ein erfolgreicher Werbefilm gedreht werden. Nach diesem amüsanten Einstieg zählte uns Jörg Eugster die Fehler des online Seins auf:

  1. Es wird kein Online-Marketing betrieben (nicht online)
  2. Zu wenig sichtbar in Suchmaschinen
  3. Langweilige Newsletter
  4. Webseite holt den Benutzer nicht ab
  5. Online-Werbung wird wie Printwerbung betrieben
  6. Die Sichtbarkeit beschränkt sich auf den Webauftritt (kein Social Media)

Gleich anschliessend folgten seine Erfolgsstrategien

Lass dich sehen!
Website-Marketing. Das heisst, sich was einfallen lassen für die eigene Seite.

Lass dich erwischen!
Suchmaschinen-Marketing. Das heisst, ich muss mit meinem Produkt und meine Webseite auf die Top 5 bei Google. Wie werde ich gefunden? Als gutes Beispiel zeigte Jörg Eugster die Wörter „Urlaub“ und „Ferien“. Wie werden diese Suchbegriffe in den deutsch-sprechenden Regionen angewandt? „Urlaub“ ist für die Deutschen und Österreicher, „Ferien“ benutzen die Schweizer. Aber wenn ich Gäste auf DE und AT möchte, muss ich auch „Urlaub“ auf meiner Seite geschrieben haben. Sonst finden mich diese nicht. Ein gutes Beispiel gefunden zu werden ist ein Blog. Ein Weblog. Was so ein Blogeintrag bewirken kann, zeigte er an einem Beispiel von Kryptonite Evolution 2000 (Sicherheitsveloschloss). Dort beschrieb jemand, wie einfach dieses Schloss aufzumachen ist (mit einem Stift, Kugelschreiber). Die Firma ignorierte diesen Beitrag, nahm keine Stellung dazu. Durch diese Ignoranz entstand ein riesiger Imageschaden bei dieser Firma, weil sehr viele diesen Beitrag bzw. den Video dazu  gelesen und gesehen haben. Es verbreitete sich sehr schnell. Auf der Google Seite kam der Name des Schlosses auf der gleichen Seite wie der Blogbeitrag.

Lass dich blicken!
Vielleicht nicht mit den „herkömmlichen“ nervigen Bannern sondern mit den verspielten, innovativen und kreativen Online-Werbungen von der neuesten Versionen. Als Beispiel wurde Nike genannt, die einen Banner hatten, an dem du verschiedene farbige Schnürsenkel vor dir hast und beim ziehen des Senkels die gleichfarbige Schuhe zu Vorschein kommen. Oder die vielen verschiedenen Apps extra für die Smartphone.

Lass dich gehen!
Community – gibt es nicht nur Facebook, Twitter, Xing sondern noch viele andere Social Medien. Hier kam mein Highlight des Nachmittags. spannt hörten Manuela und ich dem Referat von Jörg Eugster zu, als er bei diesem Punkt plötzlich die Facebook-Fanseite vom Hotel Gams / Bezau /Österreich zeigte. Diese hatte ich nach dem 2. Besuch mit meinem Freund auf Facebook eröffnet. Wir waren so begeistert von diesem Hotel und der Gastfreundschaft, dass wir das vielen anderen mitteilen wollten und auch ein Feedback für das Hotel machen wollten. Für das eignete sich auch unser Blog und natürlich das Facebook am Besten. Innert kürzester Zeit gesellten sich hunderte von Fans auf die Fan-Seite. Bis zum heutigen Stand sind es fast 2000! Wie klein doch die Welt ist. Ich konnte es kaum glauben, dass „meine“ Seite gezeigt wurde.

Lass dich überraschen!
Bei diesem letzten Punkt zeigte er uns das Video von Gerbit AquaClean. Ein technisches Produkt wird emotionalisiert gezeigt.

Mit ein paar kurzen Schlussworten und ein paar Statements aus dem Publikum schloss Jörg Eugster seinen Vortrag. Auf seiner Webseite ist der Vortrag und auch sein Online-Marketing-Buch (389 Seiten! gratis) zum Download verfügbar.

Als nächste kam Claudia Hilker, Hilker Consulting, aus Düsseldorf, auf die Bühne. Ihre Schwerpunkte lagen auf Marketing, PR und Social Media. Als Einstieg in ihr Referat startete sie mit ihrem neuem Buch „Social Media für Unternehmer“ mit vielen Beispiele, Tipps, Chancen, Risiken usw. Anhand ihres Buches zeigte sie uns auf, wie sie dieses Buch über die verschiedenen Kanäle verkaufen konnte und das mit sehr viel Erfolg.

Mit ihrem Thema Einsatzmöglichkeiten von Social Media zeigte sie uns, wie zum Beispiel mit Barack Obama  mit seinem Facebook-Profil mit viel Erfolg zum Präsidenten gewählt worden ist. Ebenso zeigte sie uns ein Beispiel von Dell, die wegen nicht einhalten von ihren eigenen Versprechungen von Dell zu Hell gemacht wurde und aus diesen Fehlern gelernt hat. Dell hat heute eigene Blog Seiten. Sie reagieren nun heute innert kürzester Zeit auf negative und auch positive Meldungen auf der ganzen Welt. Sozial Media ist heute bei Dell in der ganzen Unternehmung vertreten. Mit den zehn Tipps für erfolgreiche Social Media Nutzung referierte Claudia Hilker wie folgt weiter:

  1. Offene Kommunikation
  2. Ganzheitliches Denken
  3. Regeln statt Hierarchien
  4. Dem Wandel Zeit geben
  5. Der Mensch im Mittelpunkt
  6. Dialog anstatt Monolog
  7. Vernetzt statt isoliert
  8. Keine Insellösungen
  9. Aussenkommunikation
  10. Sicherheit beachten

Mit nochmals sehr guten Beispielen von Schweizer Unternehmen wie Nestlé die mit KitKat Platz Nr. 1 in Facebook sind, Toblerone, Migros. Diese Produkte sind sehr beliebt bei den Usern. Natürlich hat das Sozial Media nicht nur Vorteile wie, authentisch, schnell, einfach, kostengünstig sondern auch Nachteile wie, neue Spielregeln, benötigt Interaktion, braucht Diplomatie und kann auch teuer werden.

Warum sollten die Unternehmen Social Media nutzen? Sicher um die Kunden-Nähe zu fördern, Empfehlungen von positiven Kaufentscheidungen zu fördern, Kundenservice zu verbessern, mehr Website-Traffic zu gewinnen. Mit diesen Schluss Worten schloss Claudia Hilker ihren für mich sehr interessantes Referat.

Anschliessend folgte eine Pause, welche von uns auch für Networking genutzt wurde.

Nachher folgte der Vortrag von Prof. Dr. Evangelos Xevelonakis, Managing Director Swiss Valuenet über Neue Chancen für KMU dank Cloud Computing und Open Source. Leider verstand ich den Nutzen von Cloud Computing nicht so und der Redner überzeugte mich nicht seiner Präsentation. Beim herum schauen in die Zuschauermenge fand ich sehr viele die in ihr Handy tippten und vermutlich auch nicht so gefesselt waren wie ich von Herrn Xevelonakis.

Den Abschluss der Referate machte Dr. Christan Huldi, Geschäftsführer dr.huldi.management.ch ag und CEO  AZ Dirket AG mit Direktmarketing im Rahmen der neuen Medien oder Modernes Direktmarketing – erfolgreicher denn je! mit verschiedenen Folien über Direktmarketing von gestern und heute. So wird heute ca. 1’251 Mio in die Direktwerbung investiert. Nur in mit 1’915 Mio. Investition in die Presse  ist noch höher.
Was ist Direktmarketing? Es ist distributiv, individuell, daten-basierend, emotional und überraschend, multimedial und interaktiv. Gemäss Christian Huldi ist und bleibt Direktmarketing innovativ. Nur wohin die Reise geht ist noch offen.

Nach dem Referat fand noch ein Unternehmenspanel mit Persönlichkeiten aus der Region statt. Unter anderem mit Kenny Eichenberger von Kenny’s Auto-Center AG, Dr. Christian Brönnimann, CEO Dectris, Erwin Baumgartner von Baumgartner AG, Stefan Kalt, Direktor von RVBW AG. Wir hörten die verschiedenen Meinungen von den Unternehmern und ihren Einstellungen dazu. Ich persönlich empfand diese Unterhaltung als sehr spannend und aufschlussreich. Mein Fazit dieses Panel. Nicht jeder muss überall vertreten sein. Jedes Unternehmen muss sich eine Strategie ausarbeiten und das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Und das wichtigste sind die Menschen. Sei es als Kunden oder Unternehmern.

Nach diesem lehrreichen Nachmittag blieben Manuela und ich noch zum weiteren Networking und lernten noch sehr viele interessanten Menschen kennen.

Danke von meiner Seite an die Organisatoren. War super!

Nachtrag vom 21. März 2011. Anbei der Link für die Fotos. Und die Bilder von Manuela Imboden und mir (diese stammen von Erwin Zueger).

Helene Umiker und Manuela Imboden

Helene Umiker und Manuela Imboden

Manuela Imboden und Helene Umiker

Manuela Imboden und Helene Umiker

Helene Umiker und Manuela Imboden

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2 Kommentare
  1. Online-Marketing-Buch sagte:

    Hallo Helene
    Danke für den interessanten Post. Der Link direkt aufs Buch bzw. PDF könnte durchaus in den nächsten Wochen entfernt werden, weil ich die Site umstrukturieren muss. Es wird immer ein Gratis-PDF geben. Bitte verlinke doch nur auf http://www.wifimaku.com. Dort findet man dann in der neuen Sitestruktur den Link rasch.
    OK? Vielen Dank.
    Gruss Jörg Eugster

  2. Helene sagte:

    Hallo. Besten Dank. Ich werde den Link in den nächsten Tagen neu verlinken. Danke für den Hinweis. Beste Grüsse Helene

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